Arno Becks Drucke und konzeptionelle Gemälde beschäftigen sich mit digitaler Ästhetik und konzentrieren sich auf die analoge Produktion von digitalen Bildern. Die Motive basieren auf niedrig aufgelösten Computergrafiken, Spielen und Interfaces und setzen sich mit der Sprache der digitalen Kultur auseinander. Es ist ein Wechselspiel zwischen der zeitgenössischen digitalen Bildschirmwelt und traditionellen Techniken.

Mit Fokus auf die analoge Produktion computergenerierter Bilder, transformiert Arno diese digitalen Bilder in den pittoresken Raum und erfasst die digitale Ästhetik mit malerischen Mitteln. Mit seiner Hand greift er dort ein, wo die Maschine ihren Kompetenzbereich beansprucht, er vermenschlicht Technik und macht sie weniger perfekt. Durch den langwierigen Herstellungsprozess wird die Entschleunigung selbst zu einem Hauptaspekt in Zeiten ständiger Informationsüberflutung und hastiger bildschirmbasierter Interaktionen. Die Bildschirmwelt lehnt jede Art von physisch erfahrbarer Oberflächenstruktur ab und mit zunehmender Digitalisierung wächst das menschliche Bedürfnis nach Haptik. Die Transformation dieser bildschirmbasierten Eindrücke und die Materialisierung in eine physische, haptische Existenz wird somit zu einem der zentralen Aspekte in seiner Arbeit.