Der ungarisch-japanische Künstler und Fotograf Tomoya Imamura (geb. 1991 in Duisburg) beschäftigt sich überwiegend mit dem Thema des europäischen Nationalismus. 

Während seine fotografische Arbeit einen Fokus auf das postsozialistische Identitätsringen Ungarns hat, umschreiben seine Pappmaché-Plastiken die destruktiven Zusammenhänge zwischen Nationalismus, Geschichte und Religion im Allgemeinen. Der naive Charakter des Materials, unterstrichen durch die künstlichen Acrylfarben, steht im Kontrast zum Gewicht der ideologischen Verweise. Dadurch wirken die Objekte trotz ihrer teils fatalistischen Dramatik auch humorvoll.